deutsche Sitten - TUEV, ABE und aehnliches

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deutsche Sitten - TUEV, ABE und aehnliches

Beitragvon dofo » Sa Apr 07, 2007 19:35

Ich lese sehr oft wie viele Motorradfahrer immer Zittern um den TUEV hinter sich zu bekommen. Da in Polen man keine ABE's hat/braucht und die polnische Version der TUEV-Prueffung scheint viel leichter zu sein (so wie ich mir die deutsche anhoere), haette ich ein paar Fragen...

1) Reifen. Jemand hat gefragt wan irgendwelche neuen Raifen fuer die SF zugelassen werden damit man diese benutzen darf. Meine Fragen: Wie oft hat die Polizei bei einer Kontrolle geprueft ob die benutzten Reifen im Brief stehen, oder um eine Zulassung gebeten hat (ich verstehe dass man ein spezieles Dokument mit sich haben sollte im Fall wenn die Reifen nicht im Brief stehen?)?

2) Windschutzscheiben. Eine Scheibe hat kein ABE. Um den TUEV ohne Probleme zu schaffen montieren wir diese ab, und schrauben spaeter wieder an. Frage: Wie viele von Euch mussten ABE's der Polizei zeigen?

Ich will einfach wissen ob dass "tote Vorschriften" sind. Ich habe Angst was ich da alles in Deutschland bezahlen muesste um legal mit einer Bandit1200 Lampe, FiveStars Scheibe (ABE nicht vorhanden), Hepco&Becker Sturzbuegel (ABE nicht vorhanden), Oelkuehler Grill (ABE nicht vorhanden), hinten FJ 1200 Lampe, vorne Metzeler Z6 und hinten Z4, Ketten-oiler (Eigenbau), Bugspoiler (von der CBX 750 angepasst) zu fahren.
dofo
 

Beitragvon frankgl » Sa Apr 07, 2007 21:26

hallo
wenn dein moped in polen zugelassen ist und dort die abe nicht vorgeschrieben sind brauchstdu in deutschland keine, ich mußte in über 20 jahren bisher ein mal abe's vorzeigen, also selten.
gruß
frank
frankgl
 

Beitragvon dofo » Sa Apr 07, 2007 22:00

Das ich in D keine vorzeigen muss (Gott sei dank) weiss ich schon. Will eben wissen wie es dann im Leben aussieht. Kannst Du mal frankgl sagen fuer was die gefragten ABE's waren?
dofo
 

Beitragvon Hartmut » So Apr 08, 2007 00:05

Hallo dofo,
hier meine Erfahrungen, wie es im Leben aussieht. Jedenfalls in Berlin.
Wenn wir Biker in Berlin kontrolliert werden, dann oft von Polizei-Bikern.
Das kann hart werden, denn die wissen sehr gut bescheid, die haben viel Ahnung von An- oder Umbauten.
Umbauten mit Tüv-Gutachten müssen im Brief eingetragen sein.
ABEs sollte man immer mitführen.
Gruß, Hartmut.
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Beitragvon dofo » So Apr 08, 2007 01:33

Du faehrst ziemliech viel herum Hartmut. Sag mal bitte wie oft durch all diese Jahre man dich nach den ABE's gefragt hat (z.B. von deiner Windschutzscheibe - ich glaube ich sehe da eine im Foto)?

Welcher Polizist wird dir die Bremskloetze ausbauen um zu sehen ob diese ein Gutachten haben? Wenn ich mich nicht irre hatte Louis 2006 solche ohne ABE's verkauft. Das waren Markenkloetze und der Preis war SEHR guenstig, aber eben ohne ABE's und in einem deutschen Forum hatte jeder angst diese zu kaufen wegen der potentielen Pruefung.

Mir geht es hier um "normalle" Umbauten. Ich rede nicht von Streetfightern wo manche Veraenderungen sehr tiefgreifend sind.
dofo
 

Beitragvon Hydro » So Apr 08, 2007 07:26

Naja dofo wo kein Kläger ist ist auch kein Richter !
Die Sache hat da nur einen Haken (in Deutschland jedenfalls) falls dir mit dem Motorrad was schlimmes wie ein Unfall passiert möglicherwise mit Todesfolge( Bei einem selber wärs dann ja egal ) -nee -wenn du jemand verletzt dann bist du in Deutschland dran !(jetzt nicht Du sondern irgendjemand) Die Versicherungen würden dein Motorrad so lang außeinandernehmen bis sie was finden und da wären nicht zugelassene Bremsbeläge ein gefundenes Fressen!
Bei uns würdest du aber schon Probleme mit der Reifenpaarung bekommen da hier zu Lande Vo und Hi derselbe Reifen in der richtigen Grösse drauf sein muß!
Im Bayerischen hinterland zum Beispiel wird wahrscheinlich weniger kontrolliert aber bei uns um Stuttgart schon mehr . Wobei ich bis jetzt noch verschont geblieben bin - allerdings is bei mir eigentlich alles legal. Falls du dann noch in D einen Polizisten auf "tote Vorschriften " ansprichst dann lacht der sich tot! Wir sind schließlich Deutsche
:wink: -du verstehst ?!
Viele Grüsse und Frohe OSTERN
Hydro
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Beitragvon frankgl » So Apr 08, 2007 09:24

hallo dofo
ich mußte abe vorlegen für mein windschutzscheibe und für reifen die nicht eingetragen waren, aber nur die marke war nicht eingetragen die größe schon, da es in d eine markenbindung gibt braucht man sogar trotz richtiger größe eine abe. unsere bürokratie...

gruß aus dem odenwald
frank
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Beitragvon dofo » So Apr 08, 2007 18:54

Hydro hat geschrieben:(...) Die Sache hat da nur einen Haken (in Deutschland jedenfalls) falls dir mit dem Motorrad was schlimmes wie ein Unfall passiert möglicherwise mit Todesfolge (...) Die Versicherungen würden dein Motorrad so lang außeinandernehmen bis sie was finden und da wären nicht zugelassene Bremsbeläge ein gefundenes Fressen! (...)
Das glaube ich nicht. Ich werde NIE glauben, dass die so tief greiffen. Du willst mir sagen, dass ALLE Teile geprueft werden? Der Motor wird zerlegt (man kann ja auch drinn Sachen veraendern). Nee... Das kauf' ich nicht ab. Vielleicht meinst Du, dass der Gabeloell auch getestet wird ob es der selbe ist der in der Anleitung steht? Solche Tests koenten vielleicht beim Tod eines VIP's gemacht werden und zwar von der Polizei und nicht der Versicherung.

Hydro hat geschrieben:ei uns würdest du aber schon Probleme mit der Reifenpaarung bekommen da hier zu Lande Vo und Hi derselbe Reifen in der richtigen Grösse drauf sein muß!
Diese Regelund macht fuer mich Sinn obwohl ich mich nicht an sie halte ;) Ich verstehe was die Regelung vor hat, glaube aber nicht dass ich mit miener Bereifung gleich "Tod auf 2 Raedern" bin :)

Hydro hat geschrieben:ich bis jetzt noch verschont geblieben bin - allerdings is bei mir eigentlich alles legal
Das wissen aber die Polizisten erst nach der Kontrolle. Man sieht ja nicht ob deine Bremskloetze ABE's haben ;)

Hydro hat geschrieben:Falls du dann noch in D einen Polizisten auf "tote Vorschriften " ansprichst dann lacht der sich tot! Wir sind schließlich Deutsche
Keine Sorge - so naiv bin ich nicht :lol: Obwohl ich schon mit der Graenz-Polizei ein kurzes Gesprach ueber vorschriften gefuehrt habe. Die haben sich geaergert, dass ich auf meiner SF 90% der Warteschlange hinter mich gelassen habe. Sie meinten ich sollte wie normale Autos warten. Darauf habe ich im 2 Radfahrer gezeigt und gebeten denen das gleiche zu Sagen - sind ja schliesslich auch Strassenbenutzer und sollten sich an die Vorschrifften halten. Das hat dann das Gespraech beendet :mrgreen: Ist mir aber klar, dass man gleich mit Texten wie "tote Vorschriften" nicht kommt. Es ist immer von der Situation abhaengig. Ich glaube die Polizei (auch in D) wuerde keine Probleme machen wenn man eine Scheibe ohne ABE's hat, wenn man mit denen ruhig und sinnvoll redet. Natuerlich gibt es immer Menschen die nur weiss und schwarz sehen (nicht nur in D ;) ) und dann kann es teuer werden.

Was es die Reifen angeht... Ich habe nicht nur vorne Z6 und hinten Z4, aber der vordere hat den 80er Profil. Geht halt einfacher in die Kurven. Damit wuerde ich auch Probleme in D haben. Fuer mich (und in PL bei "TUEV") ist wichtig dass die Karre mehr oder weniger sicher ist: Licht, Hupen, Bremsen, Blinker, Motor soll schoen funktionieren, Reifen mit Profil... Ob da eine Sheibe dran ist, oder der Scheinwerfer von einer Bandit1200 kommt, interesseirt keinen. Obwohl wuerde ich mich nicht wundern wenn es da trotzdem Vorschriften gaebe (vermute aber dass diese nur ein E-Pruefzeichen verlangen). Na ja... TUEV und ABE's sind 2 von einigen Grunden wieso ich mein Schatz in PL angemeldet habe :mrgreen:
dofo
 

@ dofo

Beitragvon Hydro » So Apr 08, 2007 19:43

Du hast ja meine Aussagen genau unter die Lupe genommen :shock:

1. Ich denke auch nicht dass die das Motorrad bis in die letzte Schraube zerlegen . Aber wenn Auffälligkeiten da sind wird wenigstens nachgesehen.

2. Deine Bereifung : Das hab ich NICHT behauptet dass du der TOD auf 2 Rädern bist !!!! Nur bei uns gibt für sowas Punkte und Geldstrafe ! Ob ich oder du das für vertretbar halten vorn und hinten einen unterschiedlichen Reifentyp montiert zu haben spielt da keine Rolle . Ich halte auch viele Vorschriften für unnötig - aber du hattest nicht nach meiner Meinung , sondern danach gefragt wie es in Deutschland ist und so ist es nun mal.

3. Ich fahre übrigens nur mit original Honda Bremsbelägen :wink:

Sei froh dass du deine SF in PL angemeldet hast ! Weil bei euch haben auch die Nummerntafeln eine akzeptable Grösse!!!

Viele Grüsse Hydro
Hydro
 

Beitragvon dofo » So Apr 08, 2007 21:32

wenn Auffälligkeiten da sind wird wenigstens nachgesehen
Ich glaube da muesste jemand die Bremskloetze Firma Verklagen damit jemand sich diese Kloetze ansieht. Die damals im Angebot waren von Lucas - fuer mich eine Firma die fuer Qualitaet eher bekannt ist. Deswegen wuerde mir das Fehlen der ABE's nicht wirklich stoeren ;) (auch wenn die Dicke in D angemeldet waere).

Das hab ich NICHT behauptet dass du der TOD auf 2 Rädern bist!
Das habe ich auch nicht gemeint ;) Das Recht macht bloss aus dem Nutzer einen Idioten. Es scheint so zu sein, dass der Reifen super geignet ist wenn er im Breif steht... auch wenn die Gummies schon 10 Jahre alt sind (ich habe nichts von Altersbegrenzng gehoert). Das habe ich gemeint - Reifen gut und jung, aber nicht offiziel zugelassen - dann bin ich im Augen der Polizei ein boeser Junge und man sollte mich aus dem Strassenverkehr rausnehmen. ;)

bei euch haben auch die Nummerntafeln eine akzeptable Grösse!
Ja... Und ich bin der Meinung die eh zu gross sind. Die sollten so klein sein, dass die Streife die nicht ablesen kann :mrgreen:

Ausserdem bezahle ich jaerlich umgerechnet 16 euro "TUEV" und 25 euro Pflichtversicherung. Das alles mit (aktuell) 23 Jahren und 3 Jahren unfallfreier Fahrt (mit der SF). In meiner Firma gibt es keine Erhoehung fuer das Alter (allerdings nur bei Motorraedern - bei Autos schon - hat wahrscheinlich jemand vergessen das auch fuer Moppeds geltend zu machen :lol:). Die CB ist natuerlich nicht gedrosselt denn die PS und cm3 Zahl interessiert hier keinen :mrgreen: Wenn ich so manchmal nachdenke, gibt es doch viele Gruende fuer die ich mein Land lieben kann :lol:
dofo
 

Beitragvon Hartmut » Mo Apr 09, 2007 00:32

In Deutschland werden die Einzelkontrollen immer seltener. Bei der Polizei werden Stellen abgebaut.
Wenn es Kontrollen gibt, dann schwerpunktmäßig und richtig.
In Berlin werden zum Frühjahr regelmäßig die Biker unter die Lupe genommen. Aber auch nur schwerpunktmäßig.
Hast Du von außen sichtbare, nicht eingetragene, oder ohne ABE, angebaute Teile, bist Du drann, denn man wird sie finden !!
Bist Du an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt (muß nicht Tod sein, Verletzt reicht schon), ist automatisch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Es kann dann sein, dass die Maschine, auf Anweisung der Staatsanwaltschaft, auseinader genommen wird.
Dann wird die Maschine nach sicherheits-relevanten Teilen untersucht.
Hast Du Teile drann, die nicht eingetragen sind, oder Teile ohne ABE angebaut, bist Du ohne Betriebserlaubnis gefahren. (Auch bei Lukasbelägen ohne ABE).
Fährst Du Reifen, die nicht eingetragen sind, rettet Dich nur eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Motorradherstellers.
Fahren ohne Betrieberlaubnis ist auch noch Versicherungsbetrug, wenn man eine Leistungssteigerung findet, die nicht eingetragen ist.
Wenn Dein Gegner einen "richtigen" Anwalt hat, auweia ...!!!
Man kann eben alles machen, man darf sich nur nicht erwischen lassen.
Es sei denn, Dein Anwalt ist noch "richtiger".
Der Richter spricht ein Urteil, nicht immer Recht !!
Gruß, Hartmut.
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Beitragvon dofo » Mo Apr 09, 2007 10:36

Es sei denn, Dein Anwalt ist noch "richtiger".
Oder Deine Maschine ist in Polen angemeldet :mrgreen: :lol:

Alles was Du geschrieben hast ist mir bekannt. Die Sache aber sieht dann so aus, dass frangl in 20 Jahren 1 Mal kontroliert wurde und Hydro noch nie ;)

Da haette ich noch eine Frage. Muss man Auspuufblenden irgendwo eintragen? :mrgreen: Ich habe keine, aber bezweifle dass jemand aus diesem Forum das gemacht hat (z.B. vergessen oder daran nicht gedacht). Wuerde mich recht fuer die Definition interessieren was eintragungspflichtig ist.
dofo
 

Beitragvon volker_ka » Mo Apr 09, 2007 16:57

Hallo zusammen,
hier eine Ergänzung von mir zum Thema Reifen.
Ich habe vorne noch den älteren Bridgestone BT 54F und hinten
den BT 020 R. Als ich den neuen hinteren Reifen kaufte, war der vordere noch gut.
Für diese Kombination ,auch umgekehrt, gibt´s von Bridgestone
eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Beim Reifenhändler abstempeln und unterschreiben lassen und mitführen, fertig.
Ob es solche Bescheinigungen auch von anderen Herstellern für ihre Produkte gibt, weiß ich nicht.
Gruß, Volker
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Beitragvon horsepower » Di Apr 10, 2007 11:50

@ dofo:

Also was nun genau???
Was passiert, wenn Du mit einem Polen zugelassenen Fahrzeug in D kontrolliert wirst? :arrow: Nix, solange die Verkehrssicherheit einigermassen gewährleistet ist.

Was abgeht, wenn in D zugelassene Bikes in D kontrolliert werden?
:arrow: Da ist alles möglich :!: :!:
Die Antworten meiner Vorschreiber sind schon richtig :!:
Auch wenn Du manches nicht verstehst, so ist es hier halt.
Im Falle eines Unfalles wird die Versicherung jede Möglichkeit suchen, aus ihrer Zahlungspflicht herauszukommen und nach Gründen (Mängel, Erlöschen der Betriebserlaubnis usw.) suchen. Je höher der Schaden, desto grösser der Aufwand bei der Suche.
Und dies wird von Gutachtern gemacht, die von der Versicherung beauftragt werden, nicht von der Polizei.
Im Falle einer Straftat werden dann noch ggf. vom Gericht Gutachter bestellt.

Ach ja, von wegen "nur zugelassene Teile verwenden": In den Brüsseler Schubladen (die EU kommt ja auch zu euch, oder wars umgekehrt?) liegt schon seit einigen Jahren eine Richtlinie, die eine Verwendung von Ersatz- und Zubehörteilen von Fremdherstellern unterbindet. Nach dieser Richtlinie dürfen auch Wartungsarbeiten nur noch von Werkstätten durchgeführt werden. Zur Zeit liegt die Sache glücklicherweise mal wieder auf auf Eis, aber man weiss ja nie, wann mal wieder einer der gelangweilten EU-Abgeordneten einen Anflug von Geltungsbedürfnis hat...

Wer in Deutschland ein Fahrzeug zugelassen hat, ist auch für den ordnungsgemässen Zustand verantwortlich.
Bei Umbauten reicht es eben nicht, nen Schraubendreher benutzen zu können, man sollte auch die rechtlichen Hintergründe kennen.
(Und wer diese nicht beachtet, braucht auch nicht zu jammern, wenn das "High-Tech-Kunstwerk" in der Sicherstellungshalle landet :!: )

Dies bedeutet nun mal, dass Zubehörteile eine ABE haben müssen (und diese dann auch mitzuführen ist) oder die Teile eingetragen sind. Ansonsten ist ggf. die Betriebserlaubnis (und damit die Zulassung und der Versicherungsschutz) erloschen.

Natürlich mag es Polizisten geben, die "keine Ahnung" oder einen guten Tag haben, die haben schliesslich auch andere Sache zu tun. I.d.R. sind "Verkehrs- und Fahrzeugkontrollen" auch nur der (vorgeschobene :?: ) Anlass für weiterführende Kontrollen (Personenkontrollen, BTM,...)
Auch TÜV- oder andere Prüfer können nicht jede Veränderung erkennen, warum auch, die Haftung bleibt letztendlich ja doch beim Halter (ein Prinzip, das ich übrigens vehement kritisiere).

Reifen(fabrikats)bindung:
Dass die benutzte ReifenGRÖSSE eingetragen sein muss, ist wohl unstrittig.
Bei der Bindung an ein ReifenFABRIKAT oder -TYP gibt es in regelmässigen zeitlichen Abständen immer wieder unterschiedliche Meldungen. So heisst es, dass grundsätzlich eine Bindung an FABRIKAT oder TYP in D nicht existiert, was hilft's bei der nächsten Kontrolle, bei der sich diese Rechtsauffassung nicht rumgesprochen hat?
Händler und Prüfstellen haben an einer Bindung natürlich Interesse, das spült Geld in die Kassen.
Ich persönlich fahre gerne Reifen, an die ich mich gewöhnt habe, und nicht jede Saison das neueste High-Tech-Produkt, das ich sowieso nicht ausreize.....

Natürlich ist es für "Ausländer" verwirrend und seltsam, wie's hier in Deutschland abgeht, aber die Freiheiten im Ausland sind auch nicht immer segensreichen.... da braucht man jetzt nicht mal das übliche Klischee der abgewrackten lettischen LKW auf deutschen Autobahnen bemühen.

Zu meiner Fach- und Sachkenntnis:
Ja, ich bin viel im Ausland unterwegs und habe intensive Kontakte zu Bikern, die sich um die rechtlichen Aspekte kümmern.
Ja, ich schraube viel an meinen Bikes und weil man das auch sieht, werde ich auch oft kontrolliert.
Ja, bei meinen Bikes ist alles rechtens, es geht nämlich viel, wenn man sich auskennt....

und NEIN, ich habe KEIN Verständnis für Manipulationen an Fahrzeugen, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, die zum Erlöschen von Betriebserlaubnis und Versicherungsschutz führen (Beispiel: dich fährt ein schicker toller Golf platt und dessen Versicherung braucht nicht zahlen, weil Deine Bremsbeläge keine ABE hatten...).
Und ich habe kein Mitleid mit denen, die danach jammern....

Darum gibt's von Horsepower auch immer mal wieder Anregungen zum Nachdenken in diese Richtung.

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Beitragvon dofo » Di Apr 10, 2007 12:27

Ich muß glech am Anfang wieder erklären, dass der Sinn dieses Themas nicht das Verstehen war, denn ich kenne all diese Richtlinien und verstehe auch deren Sinn. Ich wollte nur wissen wie es dann später im Leben aussieht. Und es sieht so aus, dass Leute die 20 Jahre fahren 1 Mal kontroliert wurden ;)

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich an meiner Maschine viel machen kann, ohne dass die deutsche Polizei mir was antun kann. Und, wie früher erwähnt, ich wiess dass es auch eine zweite Seite der Medalie gibt, die dann dazu führt das in Polen manchmal SEHR merkwürdige Sachen auf den Strassen landen. Das Problem ist immer den Goldenenmittel zu finden. Ich finde in D sind manche Regelungen zu streng und in PL gibt es wiederum zu viel Freiheit :)

Ich weiss mein Leben zu schätzen und alle bisherigen umbauten waren entweder kosmetik oder sehr vorsichtig durchgeführt. Ich bin mir auch dessen bewusst, dass es mal passieren kann dass ich kontroliert werde und es wird was "illegalles" gefunden. Ich werde dann bestimmt nich weinen, da ich ein grosser Junge bin und alles mit Selbstbewusstsein gemacht habe. Das gilt auch für die einigen Geschwindigkeitskontrollen denen ich (leider) mitmachen musste :mrgreen: :lol:

P.S. Ich bin sowieso SEHR zufrieden mit Polens Nachbarn, denn was in den USA abgeht würde ich NIE (als Europäer) aushalten können) :)
dofo
 

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